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skeet-regeln stand: 2013/2015

allgemein

sportlich skeet ist seit 1968 eine von drei olympischen disziplinen im bereich wurfscheibenschießen. neben skeet gibt es noch die disziplin trap, bei der immer eine wurfscheibe aus einem graben geworfen wird und dem schützen zwei schuss zur verfügung stehen, sowie die disziplin doppeltrap, die dem trap ähnelt, hier aber mit zwei schuss auch zwei wurfscheiben beschossen werden.
in der disziplin skeet werden die tontauben nicht aus einem graben, der im boden liegt, abgeworfen, sondern aus zwei häusern, die sich mit einem abstand von ca. 38 metern gegenüber stehen. zwischen diesen häusern sind sieben platten, mit immer gleichem abstand, in einem halbkreis angeordnet. platte 1 liegt dabei am hochhaus und platte 7 am niederhaus. die häuser werden deshalb so genannt, weil die maschinen zum abwurf der tauben einmal auf drei meter [hochhaus] und einmal ein meter über dem boden [niederhaus] befestigt sind. genau auf der mitte zwischen dem hoch- und dem niederhaus befindet sich die achte platte.

die ausrüstung

das wichtigste ist das sportgerät – die flinte. mit ihr können zwei schrotpatronen abgefeuert werden, ohne diese zu öffnen. genau wie bei der flinte gibt es auch bei den schrotpatronen viele hersteller und jeder schütze schwört auf eine andere kombination.
als weiteres gehört zur ausrüstung eines jeden sportschützen eine schießweste in der die patronen für die jeweilige runde deponiert werden, sie soll außerdem dazu beitragen, dass dem schützen ein immer gleicher anschlag gelingt. zur pflichtausrüstung gehört auch eine schießbrille mit bruchsicheren gläsern. verschieden farbige gläser dienen der kontraststeigerung der taube vor dem himmel, wald oder wall. ebenso wie die schießbrille ist ein gehörschutz für jeden schützen pflicht.

 

die wurfscheiben

in allen disziplinen werden auf die gleiche art von wurfscheiben geschossen. die aus ton bestehenden wurfscheiben [tontauben] haben einen durchmesser von 11 cm, sind 2,6 cm hoch und wiegen ca. 105 gr. die wurfscheiben sind mit oranger farbe überzogen, damit diese sich besser vom himmel abheben. im finale werden oft sogenannte flash-tauben verwendet. diese sind mit einem farbpulver versehen, wodurch bei einem treffer eine sichtbare farbwolke entsteht.
die wurfscheibe löst jeder schütze durch abrufen selber aus. die tontaube erscheint mit einer verzögerung von 0 – 3 sekunden. der schütze darf allerdings erst bei sichtbar werden der tontaube in den anschlag gehen. bis dahin muss er den schaft seiner flinte an dem markierungsstreifen auf seiner schießweste halten. nachdem die tontaube das haus verlassen hat, hat der schütze nur 2 sekunden zeit, um die tontaube regelkonform zwischen den häusern zu beschießen – auch bei einer doublette.

infos zum korrekten anbringen des markierungsstreifen findet ihr hier.

 

die runde

eine runde im skeet umfasst 25 wurfscheiben, die in einer festgelegten reihenfolge geworfen werden. die runde wird in einer rotte, von in der regel 6 schützen, absolviert. jeder schütze hat für jede wurfscheibe nur einen schuss um diese zu treffen. die runde beginnt auf platte 1. zuerst wird eine einzelscheibe beschossen, die über dem schützen aus dem hochhaus abgeworfen wird. auf die einzeltaube folgt eine doublette, bei der aus beiden häusern gleichzeitig eine scheibe geflogen kommt und in der reihenfolge hochhaus – niederhaus beschossen wird. auf platte 2 und 3 werden ebenfalls erst eine einzeltaube aus dem hochhaus und dann eine doublette beschossen.
auf platte 4, die auf dem halbkreis genau in der mitte der beiden häuser liegt, wird je eine einzeltaube aus dem hoch- und dann aus dem niederhaus beschossen. die folgenden zwei platten ähneln platte 1–3, jedoch wird hier zuerst eine einzeltaube aus dem niederhaus beschossen und dann wieder eine doublette, aber in der reihenfolge niederhaus – hochhaus.
platte 7 umfasst nur eine doublette. hier wird zuerst die neben dem schützen aus dem niederhaus abgeworfene wurftaube beschossen und dann die hochhaustaube. hat man diese platte absolviert geht es zurück auf platte 4 um hier ebenfalls zwei doubletten zu beschießen. zuerst die "hochhausdoublette", bei der zuerst die hoch- und dann die niederhaustaube beschossen wird und dann die "niederhausdoublette", bei der die doublette in umgekehrter reihenfolge beschossen wird.
hat der schütze diese 23 wurfscheiben hinter sich, folgt nun die letzte platte. platte 8 umfasst zwei einzeltauben. da diese platte zwischen den häusern liegt, bleiben dem schützen nur noch 19 meter oder 1 sekunde um die schrotladung auf die taube zu bringen. ein wettkampf umfasst 5 runden, also insgesamt 125 wurfscheiben, die auf zwei bis drei tage verteilt sein können.

 

das finale 2017

in das finale kommen die sechs besten schützen des vorkampfes von 125 wurfscheiben. es kommt häufig vor, dass mehr als sechs schützen das höchste vorkampfergebnis haben. diese müssen dann in dem sogenannten shoot-off um den finaleinzug stechen. die schützen beschießen nacheinander auf platte 4 eine hochhaus-doublette. trifft zum beispiel ein schütze nur eine scheibe der hochhaus-doublette und die anderen schützen treffen beide, dann ist der schütze mit nur einer getroffenen scheibe ausgeschieden. nach der hochhaus-doublette folgt eine niederhaus-doublette. auch hier gilt das ausschlussprinzip. diese doubletten werden so lange nacheinander beschossen, bis nur noch sechs schützen für das finale übrig bleiben. das vorkampfergebnis wird auf null gesetzt und nur noch das finale entscheidet über die platzierungen.
nach dem alten reglement hatte das vorkampfergebnis nur das ziel, sich für das finale zu qualifizieren und spielte danach keine weitere rolle. mit dem neuen finale ändert sich dies, da es nur noch ein shoot-off um platz 1 und 2 gibt, sofern ein gleichstand besteht. alle anderen plätze werden nach dem vorkampf vergeben. herrscht gleichstand nach einem durchgang im finale, scheidet der mit dem schlechteren vorkampfergebnis aus. war das vorkampfergebnis ebenfalls gleich, wurde vor dem finale durch ein shoot-off eine reihenfolge festgelegt.

das neue finale beginnt ebenfalls auf platte 3 mit einer normalen und einer reverse-doublette. dann folgt platte 4 mit nur einer hochhaus-doublette und zum schluss platte 5 mit ebenfalls einer normalen und einer reverse-doublette. dies sind die ersten zehn scheiben. dieser durchgang wird noch einmal wiederholt, nur das diesesmal auf platte 4 eine niederhaus-doublette geschossen wird. ist dieser durchgang abgeschlossen, wurden 20 scheiben beschossen und der schlechteste wird sechster. nun schießen die verbleibenden schützen immer wieder zehn scheiben und nach jeden 10 scheiben muss ein schütze gehen. so umfasst das finale insgesamt 60 scheiben für die ersten beiden schützen. herrscht nach den 60 scheiben ein gleichstand, wird der erste platz durch ein shoot-off entschieden, unabhängig vom vorkampfergebnis.


das offizielle issf regelwerk in englisch + in deutsch (noch die 2016er Version)

 

 

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