Platz 11 beim ISSF Weltcup in Italien
Der ISSF Weltcup in Italien führte mich in diesem Jahr an den Gardasee. Bei hochsommerlichen Temperaturen von rund 33 Grad gingen insgesamt 173 Schützen aus aller Welt an den Start. Der Wettkampf fand direkt am Gardasee statt – landschaftlich ein Traum, sportlich jedoch alles andere als ein Selbstläufer.
Geschossen wurden an drei Wettkampftagen insgesamt 125 Scheiben, aufgeteilt in 50, 50 und 25 Scheiben. Die Vorbereitung verlief für mich eher durchwachsen. Auch die Erinnerungen an die vergangenen Wettkämpfe auf dieser Anlage waren nicht die Besten, denn bisher konnte ich dort nie wirklich an meine Leistungen anknüpfen. Trotz einer positiven Einstellung reiste ich daher mit eher zurückhaltenden Erwartungen nach Italien.


Der Wettkampf begann mit soliden 48 Treffern am ersten Tag. Damit war ich zwar im Rennen, wusste aber, dass ich mich weiter steigern musste. Am zweiten Tag gelang mir mit 49 Treffern eine starke Runde, sodass ich mir eine gute Ausgangsposition für den Finaltag erarbeitete. Am dritten und letzten Wettkampftag konnte ich schließlich alle 25 Scheiben treffen und den Wettkampf mit insgesamt 122 Treffern beenden.
Dieses Ergebnis bedeutet nicht nur mein zweitbestes internationales Resultat,
sondern auch einen starken 11. Platz in einem hochklassig besetzten Teilnehmerfeld.
Mit harter Arbeit zum Erfolg
Besonders freut mich, dass ich dieses Ergebnis auf eine andere Art erreicht habe als noch bei der Rangliste in Schale. Dort hatte ich das Gefühl, dass vieles nahezu von allein funktionierte. Dieses Mal musste ich mir jeden Treffer erarbeiten. Ich war während des gesamten Wettkampfs sehr fokussiert, habe mich konsequent auf jede einzelne Scheibe konzentriert und auch nach kleinen Fehlern nicht den Kopf verloren. Es war kein „Sahnetag“, sondern vielmehr ein Arbeitssieg – und genau deshalb bin ich mit diesem Ergebnis besonders zufrieden.
Der Weltcup hat mir gezeigt, dass ich auch an Wettkampfstätten, an denen es in der Vergangenheit nicht optimal lief, trotzdem gute Leistungen erbringen kann. Dieses Ergebnis gibt mir viel Selbstvertrauen und Motivation für die kommenden internationalen Wettkämpfe.
