Über Schale, Frankfurt/Oder und Berlin nach Athen
Hinter mir liegt eine lange und intensive Qualifikationsreihe für die Europa- und Weltmeisterschaft. Über mehrere Wochen und drei Wettkämpfe hinweg wurde um die begehrten Tickets für die internationalen Saisonhöhepunkte gekämpft. Die Qualifikation bestand aus der 1. Rangliste in Schale im Juni, der 2. Rangliste Anfang August in Frankfurt (Oder) und schließlich der dritten und letzten Qualifikation eine Woche später in Berlin.
Mein Ziel war von Anfang an klar: Ich wollte mir einen der begehrten Plätze für EM und WM sichern. Dass am Ende sogar der erste Platz in der Qualifikation dabei herauskommen würde, hätte ich mir kaum besser wünschen können.
Mit 364 Treffern zum ersten Platz
Den Grundstein legte ich bereits bei der ersten Rangliste in Schale mit 120 Treffern. In Frankfurt (Oder) folgte dann ein nahezu perfekter Wettkampf. Gleich am ersten Tag gelang mir mit 75 von 75 Treffern ein perfekter Start. Am Ende standen 123 Treffer auf dem Ergebniszettel – ein Ergebnis, das mir eine hervorragende Ausgangsposition für die Gesamtwertung verschaffte.
Damit war allerdings noch nichts entschieden. Eine Woche später ging es zur dritten und letzten Qualifikation nach Berlin. Der Stand dort ist eine Anlage, mit der ich mich im Kopf nicht unbedingt wohlfühle. Entsprechend war es eine besondere mentale Herausforderung, ausgerechnet dort mit einer 22 in den Wettkampf zu starten.
Vor, während und auch nach dieser ersten Runde war ich gedanklich viel zu sehr im Außen. Genau das wollte ich eigentlich vermeiden. Umso wichtiger war es, dass ich mich aus dieser Situation wieder herauskämpfen konnte. Mit einer 24er-Runde und anschließend drei vollen Runden gelang mir genau das. Der einzige Fehler in diesen vier Runden entstand durch einen kurzen optischen Reiz auf Platte 3 – ein kleiner „Zucker“, der mich die Scheibe kostete.
Am Ende standen in Berlin 121 Treffer zu Buche. Damit kam ich über alle drei Qualifikationen auf insgesamt 364 von 375 möglichen Treffern und belegte den 1. Platz der EM-/WM-Qualifikation. Damit konnte ich mir sowohl das Ticket für die Europameisterschaft als auch für die Weltmeisterschaft sichern.
Für mich war diese Qualifikationsreihe sportlich und mental eine der intensivsten der letzten Zeit. Drei Wettkämpfe, drei verschiedene Situationen und immer wieder die Herausforderung, trotz Druck und Erwartungen bei sich zu bleiben. Gerade deshalb bin ich mit dem Ergebnis besonders zufrieden.
Es war eine anstrengende, aber gleichzeitig unglaublich schöne Wettkampfreihe. Und natürlich macht es das Ganze noch einmal schöner, wenn am Ende der Sieg und damit die sichere Qualifikation für EM und WM stehen.
Jetzt heißt es erst einmal: voller Fokus auf die Europameisterschaft in Griechenland.
